Am 30. September 2026 fand in der Stadt Zürich der Herbstanlass 2026 der GGGS statt.
Die 21 Teilnehmer besammelten sich um 09:45 Uhr im Restaurant Kantorei in Zürich zu Kaffee und Gipfeli. Bereits um zehn Uhr konnte die erste Hälfte der Anwesenden das historische Stadtmodell der Stadt Zürich im Haus zum Rech (Sitz des Stadtarchivs) besichtigen. Unter fachkundiger Führung von Saro Pepe (Baugeschichtliches Archiv, Stadt Zürich) wurden spannend und kurzweilig Besonderheiten rund um das Stadtmodell und den Städtebau der Stadt Zürich erläutert und Geschichten dazu erzählt. Eine kleine Ausstellung (von Martin Weiss, Autor des eben erschienen Buches: Jos Murer und der Murerplan) zeigt einen kurzen Abriss über den 450-jährigen, ersten massstäblichen Zürcher Stadtplan.
Nach dem Turnuswechsel der Teilnehmergruppen stand um elf Uhr der nächste Programmpunkt im Saal des Restaurants Kantorei an. Jürg Lüthy, Direktor GeoZ, spannte in einem interessanten und unterhaltsamen Vortrag den Bogen vom Murerplan über historische Leitungskataster hin zu den digitalen 3D-Stadtmodellen und dem zukünftigen "digitalen Zwilling" der Stadt Zürich.
Nach dem Mittagessen in der Kantorei begaben sich die Teilnehmer mit dem Tram ins Staatsarchiv des Kantons Zürich. Ab 14 Uhr erläuterte Thomas Neukom, Stv. Staatsarchivar, die "Institution Staatsarchiv" und beleuchtete die allgemeinen Aspekte des Fachamtes. Es entstand eine angeregte und spannende Diskussion unter den Anwesenden, welche eifrig Fragen stellten. Nach einem kurzen Rundgang durch den Lesesaal begab sich die Gruppe in die Katakomben des Archivs und konnte einige schöne Originale im Archivraum für Karten betrachten. Unter anderem waren die Original-Holzdruckplatten des Murerplanes zu sehen. Thomas Neukom berichtete über einige Besonderheiten und die Geschichte der herausgesuchten Dokumente und Pläne.
Um 16 Uhr endete die Führung und die Gruppe ging zum geselligen Abschluss bei einem Apéro in die nahegelegenen Irchel Bar und liess den abwechslungsreichen Tag ausklingen.
Bildergalerie (Fotos Thomas Glatthard und Eugen Voit)