Die Karte als ebenes Abbild der Erdoberfläche

Die Erde ist ein räumlicher Körper mit einer gekrümmten Oberflache. Sie wird physikalisch als Geoid bezeichnet.

Um Ortsangaben nach geographischer Länge und Breite machen zu können, wird der Erde rechnerisch ein EIIipsoid bestmöglich angepasst. Dabei muss aber u. a. die davon abweichende, unregelmässige Form der Erdoberfläche zusätzlich noch berücksichtigt werden.

Je nach Lage und Ausdehnung eines Landes können auch mathematische Körper wie Kegel oder Zylinder als am besten anschmiegsame Flächen verwendet werden. Man projiziert dann mathematisch die Geländepunkte auf die Mantelfläche der Körper und wickelt sie zu einer ebene Fläche ab.

 

Karten und Pläne — Das Abbild der Wirklichkeit

Die Landeskarten der Schweiz, hergestellt vom Bundesamt für Landestopographie dienen heute nicht nur der Armee sondern auch Wissenschaftlern, Planern, Firmen, Reisenden und Wanderern. Vor 174 Jahren legte General Guillaume-Henri Dufour mit der Eröffnung des «Eidgenössischen Topographischen Bureaus» den Grundstein zur amtlichen Kartographie.

Vor 100 Jahren wurden mit der Einführung des Zivilgesetzbuches die Grundlagen für die Erstellung der amtlichen Vermessung geschaffen.

Sie umfasst:

  • Die Triangulation IV. Ordnung (Dreiecksmessung mit Entfernungen von 800 bis 1500 m). Das Netzt umfasste ursprünglich 67’000 vermarkte Punkte.
  • Die Parzellarvermessung mit der Beschreibung von Form, Lage und Inhalt jedes Grundstücks. Die graphische Darstellung erfolgt in einem Grundbuchplan nach exakten Mustervorgaben. Das Grundbuch dient zur rechtlichen Sicherung des Grundeigentums. Sie ist das wichtigste Werk der amtlichen Vermessung (Massstab 1:200 bis 1:10’000).
  • Der Übersichtsplan dient als Übersicht über die in einer Gemeinde vorhandenen Grundbuchpläne und auch als kleinmassstäbliche Grundlage (1:5’000/1:10‘000) samt Höheninformation in Form von Höhenkurven und -koten für Planungszwecke von Gemeinden, Firmen oder Private.